Holz
macht keine Schulden bei der Natur
Holz ist gespeicherte Sonnenenergie, Sonnenlicht,
Wasser und Kohlendioxid sind die Bausteine,
aus denen Holz entsteht. Ein Baumleben lang
wird Sonnenlicht chemisch gebunden. Sonne wird
zu Lignin und Zellulose. Beim Verbrennen wird
es wieder frei.
Holz gibt nur so viel Kohlendioxid ab, wie es zuvor als Baum aus der
Luft geholt und gebunden hat. Dabei ist es gleichgültig, ob das
Holz verbrennt oder im Wald verrottet – die Kohlendioxidabgabe
bleibt immer gleich. Neue Bäume schlucken das Kohlendioxid, das
Holz beim Verbrennen abgibt – es entsteht ein geschlossener und
natürlicher Kohlenstoff-Kreislauf. Fazit: Mit der Holzverbrennung
im Kachelofen bleibt die Natur im Gleichgewicht.
Brennstoff
Holz – gut für Wald
und Umwelt
Die Nutzung von Holz aus unseren heimischen
Wäldern als Brennstoff ist keine Gefahr
für den Wald, sondern hilft dem Wald.
Denn unsere Wälder sind Wirtschaftswälder,
in denen nur so viel Bäume gefällt
werden, wie auch nachwachsen. Brennholz ist
ein Nebenprodukt der Waldbewirtschaftung, das
bei der waldbaulichen notwendigen Pflege der
Wälder in großen Mengen anfällt.
Holz
wächst natürlich nach
Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff, über
den wir auf der Erde verfügen. Er lässt
sich besonders energiesparend erzeugen und
verarbeiten, im Gegensatz zu anderen vergleichbaren
Werkstoffen und Brennstoffen.
Scheitholz,
ein fester Bioenergieträger
Scheitholz wird als etwa ein Meter langes
Brennholz oder zerkleinert als ofenfertiges
Stückholz in 25 cm, 33 cm oder 50 cm Länge
angeboten. Um eine gute Qualität zu erreichen,
ist vor der Verwendung eine Lagerung von 1
Jahr bis 2 Jahre, je nach Lagerung zur Trocknung
erforderlich. Ziel ist ein Wassergehalt von
nicht mehr als 20%. Heizholz wird am besten
unter einem vorgezogenen Dach oder in einer
luftigen Holzhütte gelagert. Lagern Sie
ihr frischgeschlagenes Holz nicht im Keller.
Dort kann es nicht austrocknen, sonder stockt.
Nur ganz trockenes Holz kann in einem gut belüfteten
Keller gelagert werden. Heizholz darf niemals
in eine Plastikplane eingepackt werden. Holz
braucht Luft und Wind zu Trocknen. Buchen-
und Eichenholz hat den höchsten Heizwert
nach Volumen. Ein Raummeter luftgetrocknetes
Laubholz mit 15% Restfeuchte – das sind
rund 450kg Holz – enthält soviel
Heizenergie wie 210 Liter Heizöl. Soviel
fossile Energie wird eingespart, wenn stattdessen
mit Holz geheizt wird.
Bringen
Sie Ihr Holz ins trockene
Die richtige Lagerung des Brennholzes ist
eine der wesentlichen Voraussetzungen für
das umweltbewusste Heizen mit Holz. Nur so
lässt sicht gewährleisten, dass optimale
Brennwerte erzielt werden und Schadstoffe die
Natur nicht unnötig belasten.
- Das Brennholz sollte an einem luftigen, sonnigen und trockenen Ort
aufgeschichtet werden (ideal: Südseite).
- Zwischen den einzelnen Schichten sollte eine Handbreit Abstand sein.
Die
forstlichen Maße
1 Festmeter (fm)
1m³ feste Holzmasse ohne Zwischenräume (z.B. Stammholz lang)
1 fm entspricht 100% Holz und 0% Luft
1 Raummeter (rm) oder Ster
1m³ gesetztes Meterholz incl. Zwischenräume
1 rm entspricht 70% Holz und 30% Luft
1 rm = 0,7 fm
1 Schüttraummeter (srm)
1m³ geschüttetes ofenfertiges Brennholz incl. Zwischenräume
1 srm entspricht 50% Holz und 50% Luft
1 rm = ca. 1,4 srm
Was
ist überhaupt ein Raummeter (Ster) oder
ein Schüttraummeter (srm)?
Ster ist die in Süddeutschland übliche
Bezeichnung für ein Raummeter. Ein Raummeter
ist die in einen Kasten hinein passende Holzmenge
in Form von Scheitern oder Rundlingen mit
Luft, gemessen auf 1m x 1m x 1m!
Wer den Raummeter Holz kauft, hat damit aber
keinen tatsächlichen Kubikmeter Holz
erworben, denn im Raummeter sind zwischen
den eingeschichteten Holzstücken mehr
oder weniger große Lufträume.
Eine unverbindliche Faustregel: 1m3 (Festmeter)
Rundholz = ca. 1,25 Ster (Raummeter).
Wird das Holz abgeschnitten und erneut aufgeschichtet
entsteht durch die engere Schichtung und dem
Verlust des Sägemehls ein weiterer Maßverlust.
Man spricht nun von einem Ster (RM) Stückholz.
Untersuchungen der TFZ zeigen folgendes Ergebnis:
Zitat: Die Ergebnisse zeigen, dass ein Raummeter
Brennholz in Form von geschichteten, gespaltenen
Meterscheiten aus durchschnittlich 0,50 fm
Buchenholz hervorgeht. Zwischen den gespaltenen
Meterscheiten und dem Schichtholzsortiment
bestehen allerdings nennenswerte Unterschiede.
Sie bewirken, dass ein Brennholzkunde der
sich vom Verkäufer einen Raumeter gespaltenes
Meterholz ofenfertig aufbereiten lässt,
bei der Anlieferung als 33 er Kurzscheite
nur noch 0,81 rm erhält. Diese Zahlen
verdeutlichen, dass sich kürzere Scheite
platzsparender, das heißt mit weniger
Zwischenraum schichten lassen. Unebenheiten
und Biegungen im Holz können sich hier
weniger stark hohlraumbildend auswirken.
Da eine andauernde Aufschichtung des Stückholzes
für alle sehr unwirtschaftlich ist, wird
beim Transport meist das Stückholz geschüttet.
Jetzt spricht man von einem sogenannten Schüttraummeter
(SRM).
Unverbindliche Faustregel: 1 Ster (RM) Stückholz
= ca. 1,2 - 1,3 Schüttraummeter (SRM).
Kaminholz wird in der Hauptsache im ofenfertigen
also im geschnittenen, gespaltenen und extra
trockenem Zustand bereitgestellt. D.h. meistens
in den Längen 25 cm oder 33 cm.